Slip

Der Slip ist eines der jüngsten Kinder der Unterwäschemode und hat seine Entwicklung der Erfindung elastischer Stoffe zu verdanken. Ursprünglich wurden Unterhosen aller Art mangels des Gummibandes zum Verschluss gebunden, geknöpft oder verhakt. Das änderte sich schlagartig Anfang des 20. Jahrhunderts, als es möglich wurde, Gummibänder herzustellen und diese in den Bund einzuarbeiten – die Unterhose zum „Hineinschlüpfen“ war geboren.

Das Wort „Slip“ ist dem englischen entlehnt und bedeutet nämlich „Schlüpfen“, dennoch verbinden wir mit dem deutschen „Schlüpfer“ eine andere Unterhosenform als mit dem englischen „Slip“. Während der „Schlüpfer“ für die Unterhose mit Beinansatz steht, ist der „Slip“ für jene Form ohne Beinansatz bekannt, welche in der Regel auf Grund seiner knappen Schnittformen auch mit einer weitaus höheren erotischen Ausstrahlung in Verbindung gebracht wird.

Den „Slip“ im Sinne unseres Sprachgebrauchs gibt es in verschiedenen Formen, für Damen, Herren und auch als Unisex-Modelle. Entsprechend sind die Schnitte in der Passform dem jeweiligen Geschlecht angepasst, oder eben Cross-Dressing-Schnitte. Jedes Schnittmodell hat seine eigene Bezeichnung, dennoch fällt es oft gar nicht so leicht zu entscheiden, welches Stück man denn nun vor sich hat. Da gibt es z.B.: French Knickers – oder auch als Boxershorts bekannt, G-Strings, Hüftslips, Jazzpants – auch Taillenslip genannt, Maxi – Slips, Rios, oder Retro Slips, Slips ouvert – der Name verrät bereits den erotischen Aspekt, Tangas, String-Tangas, Thongs und last but not least die Sportslips.

Die verwendeten Materialien gestalten sich unterschiedlich. Von Baumwolle, über Seide bis hin zum Stretch-Gemisch wird je nach Modell das Material ausgewählt.

Dabei lässt sich sicher über die Bequemlichkeit der einen oder anderen Slipform, unabhängig vom verwendeten Material, streiten, jedoch eines kann man keiner verwehren, nämlich das Zugeständnis, dass die meisten mit einer ausgesprochen sexy Passform versehen sind. Wie diese Passformen an der jeweiligen Trägerin oder am Träger wirken ist wieder eine andere Sache. Deshalb sollte man schon genau prüfen, welches Schnittmodell wirklich zu einem passt, da sonst das Gesamtbild eher peinlich als sexy ausfallen kann.